Europride 2001 in Wien
1-30 juni 2001
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Der Heldenplatz in Wien
Die Schlusskundgebung der Regenbogen Parade zu Europride wird auf dem Wiener Heldenplatz stattfinden. Der Heldenplatz ist einer der am stärksten belasteten Orte Wiens. Hier bejubelten Hunderttausende Hitler und ließen den prominentesten Wiener Platz zum Symbol für Terror und Menschenverachtung werden, mit dem viele Österreicherinnen und Österreicher ihr Land und ganz Europa überzogen. Der Heldenplatz hat freilich auch andere große Versammlungen gesehen. 1993 zeigt das Lichtermeer, dass - wiederum Hunderttausende - bereit sind, für Menschenrechte, eine aufgeschlossene Gesellschaft und einen demokratischen Rechtsstaat auf die Straße zu gehen. Am 19. Februar 2000 demonstrierten über 300.000 Menschen am Heldenplatz gegen Rassismus, Fremdenhass und FPÖVP.

Wenn sich am 30. Juni 2001 der Heldenplatz für eine Feier für Emanzipation und Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und TransGenderpersonen füllen wird, sind wir uns dieser zwiespältigen Geschichte bewusst. Die große Zahl der Versammelten gibt uns Hoffnung und Mut, jedoch ersetzt sie kein Argument und gibt uns keinerlei Legitimation. Einzig durch das, wofür wir dort eintreten, können wir uns als eine Bewegung erweisen, die der Aufklärung, dem gesellschaftlichen Fortschritt, den Menschenrechten und der Demokratie verpflichtet ist. In diesem Sinne nehmen wir dann den größten Platz der Wiener Innenstadt für uns in Beschlag.

Veit Georg Schmidt, für den CSD Wien
 
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