Europride 2001 in Wien
1-30 juni 2001
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Wien ist andersrum
Über den ganzen Monat Juni erstreckt sich das schwul-lesbische Kulturfestival »Wien ist andersrum« und präsentiert schrille und kultige Verlockungen vom anderen Ufer.

In den fünf Jahren seines Bestehens hat es »Wien ist andersrum« nicht nur auf über 70.000 Zuschauer gebracht, sondern auch noch in jedem Jahr für angeregte Debatten über die Stellung von Homosexuellen im gesellschaftlichen Leben gesorgt. So gilt das Festival inzwischen auch jenseits der Grenzen Österreichs als eine der profiliertesten Veranstaltungsreihen zur Homosexuellenkultur europaweit.

Das komplette Programm + Kartenvorverkauf.
 


Herb Aulehla
Ausstellung von Herb Aulehla im Galerieraum des Café Berg, Berggasse 8, 1090 Wien, veranstaltet vom Kulturverein Berggasse. Vom 1. bis 30. Juni 2001.

Herb Aulehlas Welt ist die Welt des Sichtbaren, des Sehbaren.
»Je mehr du schaust, desto mehr siehst du.«
Er empfindet die so erschaute Schönheit der Schöpfung als sinnliches Erlebnis, als Quelle der Energie und zeigt gemalte Kunstwerke von unendlicher Vielfalt.
Sie als Kontrapunkt in die Umgebung zu stellen ist sein Anliegen Kunst darf etwas sagen, muss es aber nicht!
Seinen Bildern geht es genauso: Sie dürfen spektakulär in der Farbe sein, müssen es aber nicht. Sie dürfen harmonieren, müssen es aber nicht. Er malt seine Bilder und zerlegt sie wieder. Fügt sie dann aber wieder zu Neuen zusammen.

So relativiert er gewohnte Sehweisen, die vielleicht zur Schlampigkeit des Schauens verleiten, und zwingt uns sanft, die von ihm entdeckten Schönheiten der Farbe - entschlackt von Gewohntem - zu betrachten.
Aulehla hat in seinem künstlerischen Werdegang genau diesen Weg selbst vollzogen: Berufliche Arbeit an der Universität Wien - und künstlerische Aufarbeitung des zuerst nur Gesehenen, schließlich aber Gemalten.
Eintauchen in Farbe - und sich wiederfinden in der unzähligen Vielfalt an Möglichem!


Herb Aulehla
 
identities 2001
7.-14. Juni 2001

In der zweiten Juniwoche zeigt ‚identities' Wiens internationales Queer Filmfestival wieder das beste, interessanteste und aufregendste, was das queer cinema in den letzten zwei Jahren produziert hat - mehr Filme, mehr Vorstellungen, diesmal sogar in 2 Kinos, dem Filmcasino und dem Schikaneder. Neben den ganz neuen Produktionen sind wieder zahlreiche Spezialprogramme zu sehen - zum Beispiel queere Animationsfilme, Schulfilme der anderen Art und Wiedergefundenes aus der Filmgeschichte. Eine intensive Kinowoche mit echtem Festivalcharakter - Gala-Premieren, FilmgästInnen, Publikumsgespräche, Podiumsdiskussionen, Special Events und Parties.

Das gesamte Festivalprogramm gibt's ab MITTE MAI
Gratis Programmbestellung bei:
DV8-Film, Postfach 282, 1071 Wien,
T. 01 524 62 74, F. 01 522 98 74
Office@identities.at
Gesamtprogramm ab Mitte Mai auf www.identities.at

identities 2001
 
Toleranz - Akzeptanz
Kunst unterm Regenbogen

Bilder und Fotografien junger KünstlerInnen. Präsentation des Fotoprojekts Fe/Male in der Galerie Ariadne, Bäckerstraße 6, 1010 Wien, 8. -30. Juni 2001

Informationen zur Ausstellung und den KünstlerInnen.

Galerie Ariadne
 
»Königinnen« von Lilly Axster
Im Museum berühmter Frauen verbringen Virginia Woolf, Audre Lorde und Djuna Barnes sprichwörtlich, lustvoll, queer und amüsiert die letzte Nacht miteinander.

In schonungslosen, leidenschaftlich geführten Auseinandersetzungen verhandeln die drei berühmten Frauenliebhaberinnen ihre feministischen Lebensentwürfe, werfen ihre bewegte Vergangenheit in die Waagschale und scheuen sich nicht vor einer kräftigen Portion Selbstironie, die auch vor der Vielfältigkeit lesbischer Sexualität nicht Halt macht.

Special guest : Ellen Degeneres
Mit : Julia Köhler, Grace M. Latigo, Claudia Sabitzer und Corinne Eckenstein
Regie: Corinne Eckenstein
Musik: Martina Cizek
Kostüme: Linda Redlin
Dramaturgie: Marty Huber

Theater Drachengasse: »Königinnen«
Von Lilly Axster. Produktion des Theaters Foxfire. Bar & Co., Fleischmarkt 22, 1010 Wien, 20 Uhr, 8.-14. Juni 2001 (Karten: Di-Sa ab 15.30 Uhr unter 01-513 14 44)

Königinnen, von Lilly Axter
 
Sein oder Nicht
Fotografien von Sabine Schwaighofer (Doppel- und Einzelportraits), Künstlerinnengespräch, anschliessend DJ-Line.

Sabine Schwaighofer (*1969) zeigt in Selbstporträts und homoerotischen Inszenierungen potentielle Rollenbilder ihres Seins. Im "Spiel mit Geschlechterrollen" entstehen Arrangements und Szenen, die Konfrontationen mit einer quasi ausgestellten Andersartigkeit aufzunehmen bereit scheinen. Mit Bildern aus dem ästhetisierten Alltag der Künstlerin und in der Darstellung der Veränderung des Körperlichen ist es aber nicht genug: Schwaighofer unternimmt einen Angriff auf die homoerotischen Stereotypen und Ästhetiken. In Fotografien, die die ungewollten und ungeliebten Veränderungen ihres Körpers duch die Schübe einer Neurodermitis darstellen und zu dokumentieren versuchen, wird auch am Hype und Stolz einer Queer Gemeinde gekratzt.

Die von der Friedl Kubelka Schülerin Sabine Schwaighofer alias Yasemin Turgut inszenierte Irritation: die Gegensätzlichkeit des - von Krankheit durch internationale Anerkennung der (Foto)Kunst einer sogenannten Gay Community, rehabilitierten homoerotischen - Blicks und dem ins Bild rücken einer tatsächlichen Krankheit, ist für die Künstlerin Instrument, Persönlichkeit zu differenzieren und Nichtzugehörigkeit drastisch zu manifestieren.

Moderation: Rosa von Suess, Künstlerin DJ-Line: Miss Klang, shushu

Dienstag, 12. Juni 2001, Beginn 20.30 Uhr, WUK Museum, Währinger Straße 59, 1090 Wien, Eintritt frei
Organisation und Info: Eva Brantner, Tel. 01-40121-55, eva.brantner@wuk.at

 
Lesung: Michael Sollorz
Michael Sollorz liest aus seinem neuen Roman "Benjamins Tagebuch".

Benjamin kommt aus Leipzig nach Berlin, seine Begegnungen in der Großstadt dokumentiert er in seinem Tagebuch. Auch der neue Roman des Berliner Autors Michael Sollorz zeichnet sich durch seine genaue Beobachtung der Gefühls- und Erlebniswelten schwuler Männer ganz unterschiedlicher Herkunft und Vorlieben aus. In Dickicht der Großstadt treffen sie aufeinander, lieben sich, leiden aneinander, trennen sich wieder, um auf neue Männer zu treffen und mit ihnen, ihrem Traum von einem erfüllten Leben zu folgen. Wie kaum ein anderer versteht es der Autor schwules Leben in seinen fein skizzierten Miniaturen einzufangen.

Donnerstag, 14. Juni 2001, Café Berg, Galerieraum, Berggasse 8, 1090 Wien, 20 Uhr. (Foto: D.O.N.)

Michael Sollorz
 
Volksoper goes Europride
Die Überraschung im Juni für alle Opernfreaks: Die Volksoper stellt fast sämtliche Junivorstellungen unter das Motto Europride. Eine Premiere ragt freilich heraus.
Am 15. Juni organisiert die Volksoper anlässlich der Premiere von Verdis "La Traviata", inszeniert und ausgestattet von Hans Gratzer, ein großes Straßenfest für die pride community.
Fast alle Vorstellungen des Pride Month, nicht nur die "Traviata", sind Europride-Events. Und das mit weiteren Höhepunkten: So die Produktion "Tanz II" beinhaltet den "Tanzdialog" (Choreographie Catherine Guerin und Liz King) sowie "IN dir IRGENDWO" des jungen österreichischen Tänzers und Choreografen Georg Reischl (zur Zeit engagiert beim Frankfurter Ballett unter William Forsythe).
"Die Vögel", eine Oper von Walter Braunfels erlebte am 30. November 1920 in München ihre Uraufführung; sie war nicht nur ein großer Erfolg und wurde gleich von mehreren Häusern nachgespielt: Braunfels galt als einer der hoffnungsvollsten deutschen Komponisten dieser Zeit, durch die NS-Kulturpolitik aber wurde seine Musik als entartet qualifiziert und verschwand aus den Spielplänen. Die Volksoper hat bereits 1925 das Werk herausgebracht und spielt es nun erneut, auch dies eine Europride-Aufführung.

 
Art@Pride ZOO
Positionen zu Kunst & Schwul

Eine Ausstellung im WUK Projektraum
1090 Wien, Waehringer Strasse 59
19.06.-01.07.2001, taeglich von 16-21 Uhr

24.06.2001, 16:00 Uhr, fetishdays special - Eine Führung anläßlich des Fetischwochenendes des LMC Vienna
29.06.2001, 19:00 Uhr, Finissage

Teilnehmende Kuenstler
Wolfgang Bäuml [Foto], Herb [Collage und Foto], Matthias Herrmann [Foto], Paul Joachimsthaler [Malerei und Grafik], Christian Ofenbauer [Foto und Objekt], Richart Schneider [Medienkunst], Bernhard Starkel [Foto], Sepp of Vienna [Grafik], WWIN [Malerei]

Ausführliche Angaben zu den Künstlern.

 
Die Labellas: Mitten ins Schwarze
Nach »Dein ist mein ganzer Schmerz« (1995) und »Weinen vor Glück« (1999) zeigen sich die Labellas 2001 treffsicher. Das Juwel der Wiener Lesbenszene glänzt mit seiner neuen Show. Die Frauenmusikkabarettgruppe bringt Schlager, Schnulzen und Revue verziert mit politischen Spitzen und amourösen Verknüpfungen. Spritzig und witzig wird in »Mitten ins Schwarze« die Ausschüttung von Glückshormonen aktiviert. Leichtfüßig und unplugged nehmen die Labellas die Kurve knapp am Kitsch vorbei und biegen in den Boulevard der Lustbarkeiten ein. Wer hätte gedacht, dass Wien ein Pflaster für lesbischen camp sein kann!

Die Labellas:
Barbara Biegl, Doris Hauberger, Birgit Liedtke, Helga Pankratz

Aufführungen am: Mi. 27.6.2001, Do. 28.6.2001, Fr. 29.6.2001, Beginn: 20.30 Uhr, Nur für Frauen

Ort und Karten:
kosmos frauen.raum
Siebensterngasse 42
1070 Wien
Tel.: 01/523 12 26
Fax.: 01/523 12 26/16
eMail: office@kosmos.frauenraum.at
 
Lesung: Stephan Niederwieser
Stephan Niederwieser liest aus seinem neuen Roman »Eine Wohnung mitten in der Stadt«.

Mit seinem dritten Roman hat sich Niederwieser endgültig in die Herzen einer immer größer werdenden Fangemeinde geschrieben. Die Hindernisse und Hürden, die schwule Paare zu überwinden haben, Familiengeschichten, den Kampf um Nähe und Zweisamkeit verpackt der Münchner Autor in spannende Geschichten. Ausgehend von Bernhard und Edvard, die uns schon in früheren Romanen Niederwiesers kurz begegnet sind, erzählt er eine vielschichtige Familien- und Liebesgeschichte. Gefühlvoll und dramatisch schildert er das Leben seiner Figuren, in denen sich jeder immer wieder selbst erkennen kann.

28. Juni 2001, Europride-Zelt, Sigmund-Freud-Park, 1090 Wien, 14 Uhr

Stephan Niederwieser
 
Lesung: Christian Klein
Christian Klein stellt seine Untersuchung über homoerotische Literatur im Nationalsozialismus vor.

In seinem Buch mit dem Titel »Schreiben im Schatten« verfolgt der Berliner Germanist die Spuren homoerotischer Literatur im Nationalsozialismus. Man hält es kaum für möglich, aber selbst in der Zeit der Bedrohung durch KZ-Haft und Vernichtung, publizierten eine Reihe von Autoren homoerotische Texte. Klein holt diese erstmals wieder aus der Vergessenheit. Viele Autoren sind heute vergessen, Klein hat sie wiederentdeckt und rettet sie vor dem Vergessen. Aber es tauchen auch bekannte Namen wie Ernst Penzoldt und Wolfgang Koeppen auf.

29. Juni, Europride-Zelt, Sigmund-Freud-Park, 1090 Wien, 14 Uhr
 
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