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Verwüstung der Ausstellung »Aus dem Leben« auf dem Wiener Heldenplatz in der Nacht vor der Eröffnung
In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni, nur wenige Stunden vor ihrer Eröffnung wurde die erste Ausstellung zum Gedenken an die Verfolgung von Homosexuellen durch das NS-Regime in Österreich Ziel eines gewalttätigen Anschlages. Unbekannte Vandalen rissen fast alle Stelen der Ausstellung aus ihren Verankerungen und stießen sie um.

Noch vor wenigen Tagen lehnten es FPÖ und ÖVP im österreichischen Parlament ab, homosexuelle Verfolgte der Jahre 1938-45 als Opfer des Nationalsozialismus anzuerkennen. Die Ausstellung, die auf das Schicksal der Homosexuellen aufmerksam macht, die von den Nationalsozialisten verfolgt, ins KZ verschleppt, gefoltert, verstümmelt und ermordet wurden, sollte diesen Menschen, wenn auch nicht ihre Würde zurück geben, so doch die Erinnerung an sie bewahren.

Aufgrund der Ignoranz des Nationalrates wurden diese Menschen erneut nicht als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt, sondern einmal mehr als zurecht Verfolgte und somit als Verbrecher diffamiert. Die geistige Haltung von ÖVP und FPÖ fand ihre tätliche Umsetzung in der Zerstörung der Ausstellung.

Die Ausstellung am Abend vor der Eröffnung:





Die Ausstellung nach der Verwüstung:




 
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